Ereignisse aus Gemeinde- und Kirchengeschichte

 

1800

 
  • Einquartierung französischer Soldaten in unseren Dörfern.
 
   
  • Um 1800 wird die Poststraße, die "Spessarter Chaussee" zu einer festeren Straße ausgebaut.
 

 

1803

 
  • Säkularisation des Würzburger Hochstifts. Esselbach kommt mit dem Amt Rothenfels zum Fürstentum Löwenstein-Wertheim-Rosenberg.
 
   
  • Die Löwensteinische Regierung verbietet im Zuge der Aufklärung das Aufstellen von Weihnachtskrippe und Heiligem Grab ebenso wie das Austeilen von geweihten Herrgottsbroten an Pfingsten und Christi Himmelfahrt.
 

 

1806

 
  • Während der Zeit der Napoleonischen Feldzüge war für etwa ein Jahrzehnt wegen der günstigen Lage an der Hauptverkehrsstrassein Esselbach eine Etappenstation unter einem Kapitän Dielmann eingerichtet. Diese hatte das Marschwesen für die Truppen zu regeln. Außerdem befand sich damals unter der Leitung von Distriktsmaire Eulenhaupt in Esselbach ein Verpflegungsmagazin für das Militär, dem die Einquartierungen, das Vorspannwesen, die Versorgung der Fourage und die Regelung des Armaturgeldes der Landwehrpflichtigen oblag.
 
   
  • Napoleon übernachtet in der Posthalterei Esselbach im heutigen Napoleonshaus. 
 
   
  • Esselbach, Kredenbach und Steinmark kommen nach der Mediatisierung der Fürsten Löwenstein (beide Linien) zum Fürstentums Aschaffenburg. Erstmals in ihrer Geschichte gehören unsere 3 Ortschaften einem einzigen Staat an. Sie sind jedoch immer noch verschiedenen Ämtern zugeordnet, Esselbach gehört zu Rothenfels, Kredenbach und Steinmark zu Kreuzwertheim.
 

 

1809

 
  • Aufhebung des Zehntgerichts durch großherzoglich-würzburgische Verordnung .
 

 

1810

 
  • Esselbach ist jetzt Teil des Großfürstentums Frankfurt, das bis zum Main reicht. 
 

 

1811

 
  • Den Gemeinden des Großfürstentums werden die französischen Gesetze aufgezwungen. Esselbach, Steinmark und Kredenbach werden Mairien mit einem Maire an der Spitze.
 

 

1812

 
  • Esselbacher Schulneubau, wozu auch das Kirchenvermögen von der Löwensteiner Regierung beigezogen wird.
 
   
  • Die Katholiken der evangelischen Pfarrei Michelrieth werden nach Esselbach umgepfarrt. Umgekehrt kommen die Lutheraner in der Pfarrei Esselbach in die evangelische Pfarrei Michelrieth. 
 
   
  • Auf dem Weg nach Russland kommt Napoleon erneut durch Esselbach, wo er eine Ruhepause einlegt. Der Wirt Endres bereitet ihm eine Mahlzeit, die er lobt.
 

 

1813

 
  • Die Grande Armée ist geschlagen. In Esselbach wird vor Kaiser Napoleon auf seiner erneuten Durchreise vom Rothenfelser Schullehrer Koch und seinen Musikanten eine "türkische Musik" gespielt.
 
   
  • Später schleppen von Frankreich zurückkehrende russische Soldaten den Typhus ein, der in unseren Dörfern wütet.
 

 

1814

 
  • Durchzug großer Kriegsvölker.
 
   
  • Unsere 3 Dörfer werden bayerisch.
 

 

1816

 
  • Missernte aufgrund der nassen Witterung
 

 

1817

 
  • Großes Hungerjahr und Teuerung 
 

 

1818

 
  • Im Rahmen der ersten bayerischen Verfassung werden die politischen Gemeinden gebildet, auch die Gemeinden Esselbach, Steinmark und Kredenbach. Zur Gemeinde Esselbach gehören die Wachenmühlen und das Forsthaus Faun. Die Karlshöhe kam erst später zu Esselbach.

 

 

1821

 
  • Die Pfarrei Esselbach, die bisher zum Landkapitel Lohr des Erzbistums Mainz gehörte, wird dem Bistum Würzburg zugeordnet
 

 

1824

 
  • Die Gemeinde Steinmark baut ein Schul- und Rathaus mit Lehrerwohnung.

 

 

1844

 
  • Bau der neuen Straße von Esselbach nach Marktheidenfeld. Vorher ging der Verkehr über die "Poststraße" nach Altfeld und Lengfurt.
 
   
  • Bau der Mainbrücke in Marktheidenfeld 
 

 

1851
bis
1852

 
  • Mehrere Brandstiftungen in Steinmark durch Andreas Fertig von der früheren Petersmühle (lag zwischen der Kläranlage des Abwasserverbandes und der Heinrichsmühle im Wachengrund) 
 

 

1851
/
1852

 
  • Um die Jahrhundertmitte war die wirtschaftliche Situation in Deutschland relativ schlecht, besonders aber in Mittelgebirgen wie dem Spessart. Die bayerische Regierung beauftragte den Arzt Virchow offiziell mit der Erkundung der Verhältnisse vor Ort. Dieser bereiste im Februar 1852 den Spessart. Als Ursache der Notlage erkannte Virchow die schlechte Ernährungs- und Wohnsituation, die er in seinem Bericht eindringlich schilderte. Virchow zog das Fazit: "Bildung, Wohlstand und Freiheit sind die einzigen Garantien für die dauerhafte Gesundheit eines Volkes." 150 Jahre später haben die Spessarter dies erreicht. Möge es ihnen lange erhalten bleiben.
 

 

1866

 
  • Deutscher Bruderkrieg: Durchzug des preußischen Heeres von der Straßlücke her; Abzug der Bayern. 
 

 

1876

 
  • Bau der Wasserleitung in Steinmark
 

 

1881

 
  • Trennung der Oberndorfer Schule von Esselbach. 
 

 

1888

 
  • Bau der Esselbacher Wasserleitung.
 
   
  • Kredenbach erhält eine eigene Volksschule. Vorher gingen die Kredenbacher Kinder in Michelrieth zur Schule. 
 

 

1891

 
  • 1891 gehören zur politischen Gemeinde Esselbach die beiden Wachenmühlen und die Forsthäuser Faun, Karlshöhe und Schleifthor.
 

 

1894

 
  • Steinmark erhält seine erste Feuerspritze

 

 

1905

 
  • Bezug des neu erstellten Schulhauses in Steinmark
 

 

1908

 
  • Neubau der Esselbacher Schule. 
 

 

1910

 
  • Die Gemeinde Kredenbach ist Gründungsmitglied der "Marktheidenfelder Wasserversorgungsgruppe"
 

 

1911

 
  • Beginn der Bauarbeiten der Wassergruppe (Erschließung der Goldbrunnenquelle im Weihersgrund und Rohrleitungen). Beim Bau werden unter anderem etwa 30 italienische Arbeiter eingesetzt, die in Esselbach untergebracht sind. Auch die Gemeinde Esselbach ist inzwischen Mitglied der Wassergruppe.
 

 

1912

 
  • Einweihung der neuen Wasserversorgung in den Verbandsgemeinden. 
 

 

1913

 
  • König Ludwig III. von Bayern in Esselbach. 
 

 

1914
bis
1918

 
  • Der 1. Weltkrieg kostet vielen Bürgern unserer Dörfer das Leben.Aus Esselbach 20, aus Steinmark 11, aus Kredenbach 7. 
 

 

1917

 
  • Beschlagnahme der drei historischen Glocken in der Esselbacher Kirche
 
   
  • Sehr strenger Winter 
 

 

1918

 
  • Dem 1. Weltkrieg folgte eine Hungersnot und eine Grippewelle, in der viele Menschen starben.
 

 

1919

 
  • In der Alte Wachenmühle wird Strom produziert. Über eine Kupferdrahtleitung werden 20 Haushalte in Steinmark versorgt.
 

 

1921

 
  • Steinmark wird an die öffentliche Energieversorgung angeschlossen. 
 

 

1923

 
  • Steinmark wird in die Wassergruppe aufgenommen. Eine neue Wasserleitung wird gebaut.
 

 

1928
/
1929

 
  • Sehr strenger Winter
 

 

1930

 
  • Neben dem Bayerischen Wald und der Rhön wird auch der Spessart vom Bayerischen Landtag zum Notstandsgebiet erklärt.
 

 

1933

 
  • Esselbach, Kredenbach und Steinmark werden mit Marienbrunn der NSDAP-Ortsgruppe Glasofen zugeteilt.
 

 

1939
bis
1942

 
  • Sehr strenge Winter 
 

 

1939
bis
1945

 
  • Auch der 2. Weltkrieg kostet einen hohen Blutzoll in unseren Dörfern. Aus Esselbach kommen 55, aus Steinmark 34, aus Kredenbach 6 Soldaten ums Leben. 
 

 

1940

 
  • Im „Löwensaal“ richtet der Aschaffenburger August Vordemfelde eine Schneidereifabrik ein, in der rund 50 Näherinnen und Schneider wirken. Der Kommerzienrat lagert Teile seiner Aschaffenburger Kleiderfabrik aus, um von Bombenschäden verschont zu bleiben.
 

 

1943

 
  • Errichtung einer Kleiderfabrik in Esselbach. 
 

 

1945

 
  • Lorenz Reidelbach wurde von den Amerikanern als Steinmarker 1. Bürgermeister eingesetzt.
 

 

 
   

Veranstaltungen:  

Sonntag, 01. Oktober
Bogenfreunde Esselbach, Liga Wettkampf
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Mittwoch, 04. Oktober
BRK, Blutspende
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Sonntag, 08. Oktober
Kath. Kirchengemeinschaft, Burn In Gottesdienst
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Montag, 30. Oktober
Preisschafkopf
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Freitag, 10. November
Kindergarten Esselbach, St. Martin
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